Berichte 2016

Närrischer Staatsempfang im RP Tübingen

Tübigen (Kra).

Die Universitätsstadt Tübingen beherbergt zwar etliche Narrenzünfte, die Fasnet dort ist aber noch wie vor so grün wie der dortige OB. So hatte es vor einigen Jahren einmal Neckar-Gäu-Vize Klaus Ranft gegenüber dem damaligen und zwischenzeitlich leider verstorbenen Regierungspräsidenten Hermann Strampfer formuliert. Es gäbe allerdings eine rühmliche Ausnahme: Den Narrenempfang im Regierungspräsidium, bei dem sich alle treffen würden, die etwas von Fasnet verstehen, so Ranft.

Am Dienstagnachmittag jährte sich besagter Empfang zum 25. Male und es trafen sich Abordnungen von Großkopfeten und Hästrägern aus dem gesamten Regierungsbezirk, um dem neuen Regierungspräsidenten Jörg Schmidt zu huldigen. Von Neckar-Gäu-Seite waren Teile des Präsdiums, sowie Narren aus Schwalldorf, Seebronn, Wurmlingen, Wolfenhausen,Stetten, Bühl, Ergenzingen, Felldorf und Hirschau eingeladen.

Bereits am frühen Nachmittag traf man sich zum warm-up im Spakassenkarree, von dort ging es dann im Umzug zum Regierungspräsidium, wo die prächtig kostümierten Angestellten und ihr neuer Boss bereits auf die Narren warteten. Die Federführung des dortigen Prorammes lag in diesem Jahr bei der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte. Deren Präsident Roland Wehrle erinnerte in wohlgereimten Worten an die langjährige Tradition dieses närrischen Empfanges in der fasnetlichen „Diaspora“, aber auch daran, dass dem neuen Regierungspräsidenten, der sich in Radolfzell um die Fasnet verdient gemacht habe, das Kulturgut Fasnet nicht fremd sei. Jörg Schmidt selbst gab sich gut gelaunt und erwiderte Wehrles Rede in Narrenmanier.

Die Narrenkappe des Regierungspräsidiums ging in diesem Jahr an den Bodensee. Diese wird künftig Landrat a.D. Kurt Widmaier tragen, der sich laut Laudatio von Alex Moser (Obernheim) große Verdienste um die Fasnet gemacht habe. Letztlich stand noch eine Kostümprämierung für die Angestellten des RP auf der närrischen Tagesordnung. Dann ließen es sich die Narren bei Speis, Trank, Musik und guter Laune bis in die Abendstunden gut gehen.















Ringtreffen in Hirschau

Tübingen-Hirschau (Kra).

Das 27. Ringtreffen des närrischen Freundschaftsringes Neckar Gäu ist aus Sicht des Veranstalters, aber auch der Ringobrigkeit hervorragernd gelaufen. Jedenfalls zogen Ringpräsident Karl-Heinz Schach und auch Wolfgang Rieker, Zunftmeister der Narrenzunft Hirschau, eine sehr positive Bilanz. Bereits der Kinderumzug am Samstagnachmittag wurde zum Volltreffer. Der „Narrensamen“ der 26 Ringzünfte und der Hirschauer Schulen sorgte für dichtgesäumte Straßen und alle hatten ihren Spaß. Ausgenommen vielleicht der eine oder andere Zunftmeister, denn es ist bei Kinderumzügen auf Ringebene üblich, dass die „Großkopfeten“ vorausmarschieren und das „Zunfttäfele“ tragen müssen.

Nach dem Umzug stand ein buntes Kinderprogramm in der Stefan-Hartmann-Halle auf der närrischen Tagesordnung, glänzend moderiert von Bäckermeister Tobias Plaz aus Eutingen, sorgten die kleinen Narren gut zweieinhalb Stunden lang für Furore. Auch der samstägliche Brauchtumsabend, von der gastgebenden Zunft, Ringbrauchtumsmeister Jakob Holocher aus Eutingen und seinen Adjudanten Andreas Hesse (Bildechingen), Thomas Kreidler (Horb) und Manuel Ranft (Ergenzingen) bestens organisiert, war auf der Bühne der Stefan-Hartmann-Halle drei Stunden lang dafür gesorgt, dass das Brauchtum der 26 Zünfte transparent wurde. Für den musikalischen Part sorgten zwischen den Brauchtumsvorführungen der Fanfarenzug Stetten (Haigerloch), die „Lombaseggel“ aus Dettingen (Horb), die Ergenzinger Fleckahuper, die Tuders aus Salzstetten und das „närrische Kurorchester“ aus „Bad Hirschau“. Die Ergenzinger „Blätzlesbuaba“, das Empfinger Hofballett, die Männergarde „Schälripple“ von Bad Imnau und zuletzt der Maskentanz des närrischen Freundschaftsringes sorgten für weitere Highlights an diesem Brauchtumsabend.
Für seine Verdienste in seiner Zunft, aber auch im närrischen Freundschaftsring, wurde der Horber Hofmarschall Thomas Kreidler von Ringpräsident Karl-Heinz Schach mit einem Verdienstorden ausgezeichnet.

Am Sonntagmorgen trafen sich die Narren zu ökumenischen Gottesdienst in der Hirschauer St.-Ägidius-Kirche. Durchaus etwas Besonderes war dabei die gereimte Predigt der katholischen Pastoralreferentin Gabriele Lutz, die den Narren dann auch kund tat, dass sie aus der Narrenhochburg Riedlingen an der Donau stamme.

Zum anschließenden Zunftmeisterempfang im Feuerwehrhaus durfte Zunftboss Wolfgang Rieker zahlreiche närrische, aber auch politische Prominenz willkommen heißen. Die „große Politik“ vertrat die Bundestagsabgeordnete Annette Wiedmann-Mauz, die Narren der ARGE südwestdeutscher Narrenvereinigungen und Verbände Walter Sieber (Narrenfreundschaftsring Zollern-Alb) und Gerd Kaltenbach (Schwarzwälder Narrenvereinigung).
Da glänzte Hirschaus Ortsvorsteher Ulrich Latus als Witzeerzähler und ein Zunftmeisterchor sorgte ebenfalls für Furore.

Den krönenen Abschluss am Sonntagnachmittag bildete der große, 26 Zünfte umfassende Fasnetsumzug.
























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Wieder ein Fischer Narrenpräsident !
Als Nachfolger von Karl Heinz Schach wurde Thomas Fischer aus Salzstetten zum 4. Präsidenten des Närrischen Freundschaftsring Neckar Gäu gewählt.
Bei der vertagten Generalversammlung am 24. März 2016 in Weitingen wurde Karl Heinz Schach nach 13-jähriger Präsidentschaft bei seiner Verabschiedung zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Auf unserem Bild (von links nach rechts):
Gründungs-Präsident Jule Fischer (Weitingen), Gabi Schall (NZ. Ergenzingen) und Thomas Fischer aus Salzstetten beim Staatsempfang 2013.



ARGE-Tagung 2016
Horb/Meßstetten

Mit einem herzlichen Empfang im Renquishausener Bürgerhaus begann am Samstag die
46. Arbeitstagung der Südwestdeutschen Narrenvereinigungen und -Verbände in Meßstetten-Renquishausen.


Der „dienstälteste“ Präsident Roland Wehrle, Chef der Vereinigung schwäbisch–alemannischer Narrenzünfte, sprach nicht nur Willkommensgrüße, sondern ehrte auch den langjährigen Präsidenten Karl-Heinz Schach vom Närrischen Freundschaftsring Neckar Gäu mit dem Narrenspiegel nebst Ehrenurkunde.
Schach, der von 1976 bis 1993 bereits als Zunftmeister in Felldorf fungierte und dann zum Ehrenzunftmeister ernannt wurde, begann seine närrische Zeit im Närrischen Freundschaftsring Neckar Gäu 1996 als Brauchtumer, wo er auch immer ein aktives Engagement bewies.
Ab 2003 wählte man den aktiven Narren zum Ringpräsident. Dieses Amt gab er nun Anfang April 2916 ab und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.
Der Närrische Freundschaftsring Neckar Gäu ist auch der einzige Verband in der Arbeitsgemeinschaft, der jetzt drei Ehrenpräsidenten hat.

Mit launigen Worten umschrieb Roland Wehrle das Wirken des närrischen Verbandsbosses, der nicht nur für die Fasnet ein offenes Ohr hatte, sondern auch als Dirigent bei den „Blechquälern“ mit Kuhglocken Musik machte. Auch als Zitherspieler war er bekannt. Aus diesem Grunde ließ Roland Wehrle auch die „Wassermusik“ von Händel bei seiner Begrüßung laufen, denn Karl-Heinz Schach war auch für seine Heimatgemeinde als Wassermeister tätig.
In seinen Dankesworten gab er der Freude Ausdruck, dass er in Zukunft beim Partnerprogramm bei den Arbeitstagungen teilnehmen darf.

Karl-Heinz Schach (vierter v. l.) im Kreise seiner Präsidentenkollegen mit Ehrenurkunde und Narrenspiegel.
Foto: Klaus Ranft



Wir danken allen narrenfreundlichen Besuchern für Ihr Interesse und freuen uns auf ein Wiedersehen!

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